{"id":549,"date":"2017-03-06T17:09:29","date_gmt":"2017-03-06T16:09:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.getnogard.de\/?page_id=549\/"},"modified":"2021-05-05T11:00:56","modified_gmt":"2021-05-05T09:00:56","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.getnogard.se\/de\/ueber-uns\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.getnogard.se\/wp-content\/uploads\/ggab_header_1100x400_03.jpg\" alt=\"ggab_header_1100x400_03\" itemprop=\"image\" height=\"400\" width=\"1100\" title=\"ggab_header_1100x400_03\" onerror=\"this.style.display='none'\"  \/>\n<h1>\n\t\tGetn\u00f6- ein Touristenparadies<br \/> mit Wurzeln bis in die Vorgeschichte\n\t<\/h1>\n\tGetn\u00f6 hat eine abwechslungsreiche und fantastische Geschichte, unsere Wurzeln erstrecken sich bis tief in die Vorgeschichte.<br \/>\nAls das Inlandeis schmolz, mahlte das freigewordene Wasser Felsen und Steine zu Kies und Sand.<br \/>\nAus dieser Zeit blieb Gen\u00f6s \u00e4ltestes Denkmal zur\u00fcck. Dies ist der 4 km lange Kiesbergr\u00fccken, der sich quer \u00fcber die Insel erstreckt und noch einige andere interessante Felsformationen.<br \/>\nUm diese Denkm\u00e4ler einer l\u00e4ngst vergangenen Zeit zu sch\u00fctzen, haben die jetzigen eigent\u00fcmer, Familie Olsson, ein privates Naturschutzgebiet auf der Insel errichtet, in welchem der Kiesabbau verboten ist.<br \/>\nEs sind vor allem die Steine, die \u00fcber Getn\u00f6s \u00e4lteste Geschichte berichten k\u00f6nnen. Hier gibt es Feldsteinhaufen aus der Bronzezeit. Es gibt Steinfundamente von Windm\u00fchlen und H\u00e4usern aus verschiedenen Epochen, Grabsteinhaufen, Gerichtsringe und Steinzeitgr\u00e4ber.<br \/>\nDas \u00e4lteste schriftliche Dokument, welches Getn\u00f6 erw\u00e4hnte, datiert aus dem Jahr 1320. Die Spuren der Natur und die vorgeschichtlichen Funde, welche das Reichsantiquariatsamt registrierte, beweisen, dass schon sehr fr\u00fch Menschen auf Getn\u00f6 lebten, wahrscheinlich schon in der Steinzeit, 6000 J. v. Chr.\n<h2>Jagd und Fischfang<\/h2>\nDie ersten, die hier lebten, waren Nomaden, welche sich von Jagd und Fischfang ern\u00e4hrten. Nach und nach, als das Klima milder wurde, liessen sich die Menschen nieder, begannen die Erde urbar zu machen und schafften sich Haustiere an. Der Asnen war damals wie heute ein fischreicher See. Dies hatte gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr das \u00dcberleben der Neusiedler ebenso wie der Reichtum der W\u00e4lder an Wild und Beeren. Allm\u00e4hlich bildeten sich D\u00f6rfer um die Wohnst\u00e4tten herum. W\u00e4hrend der j\u00fcngeren Steinzeit (3000- 18000 v. Chr.) k\u00f6nnte man die Getn\u00f6bewohner als Bauern bezeichnen. Die Pflege der Wohnst\u00e4tten und der Ackerbau wurden effektiver. Man begann z. B. Getreide anzubauen. Der Wald wurde Weidefl\u00e4che f\u00fcr gez\u00e4hmte Tiere.<br \/>\nSteinhaufen und Gr\u00e4ber zeigen, dass es w\u00e4hrend dieser Zeit feste H\u00f6fe auf der Insel gab. Man begann immer mehr Boden urbar zu machen mit Hilfe von Brandrodung.<br \/>\nNeue Zeiten begannen sich auszubreiten, auch auf einer kleinen Insel im Asnen. Ein Tauschhandel kam in Gang. Aber auch Missernten und Krankheiten wurden h\u00e4ufiger. Nur die St\u00e4rksten \u00fcberlebten.<br \/>\nEs war ein z\u00e4hes Geschlecht, welches diese Gegend unter den Pflug nahm.\n<h2>Eisen und Kohle<\/h2>\nAus der Bronzezeit (1800 &#8211; 500 J. v. Chr.) gibt es viele Funde auf Getn\u00f6, welche vom Leben aus dieser Zeit berichten. Aus dieser Zeit stammen die sogenannten vorgeschichtlichen Ackerb\u00f6den, von denen es viele auf der Insel gibt.<br \/>\nDas deutet darauf hin, dass hier einige Familien ihr Auskommen hatten, speziell mit dem Gedanken an den guten Zugang zum jagdbaren Wild und Fisch.<br \/>\nAuf dem mageren Kiesboden begann man Ziegen zu halten &#8211; daher der Name \u201eGetn\u00f6&#8220; , welcher \u201eZiegenfutter&#8220; bedeutet.<br \/>\nW\u00e4hrend der sp\u00e4teren Eisenzeit (500 J. v. Chr. &#8211; 500 J n. Chr.) begannen die Menschen in unserer Gegend Eisen aus See- und Moorerz herzustellen. Dies erleichterte das Leben auf Getn\u00f6 ebenso. Man erhielt Werkzeuge und Waffen aus Metall. Man begann Holzkohle herzustellen und lernte Bauholz f\u00fcr H\u00e4user fertigen.<br \/>\nDie umherreisenden Handelsleute kamen aus immer entfernteren Gegenden. Sowohl D\u00e4nen als auch Deutsche wagten sich hinauf \u00fcber die Grenzen Smalands. Sie brachten Waren, Ideen und Anregungen aus fernen L\u00e4ndern mit.\n<h2>Wikinger damals und heute<\/h2>\nDie Wikingerzeit (55 J. v. Chr. &#8211; 1100 n. Chr.) hatte eine gro\u00dfe Bedeutung. Wir Nordgeborenen machten uns international bekannt bis in die Arabische Welt und nach Russland. Wir kamen als Handelsleute, aber nicht selten mit dem Schwert in der Hand. Die Smal\u00e4nder hatten Ware zu verkaufen, u. a. Felle und Teer. Viele kehrten zur\u00fcck mit wohlgef\u00fcllten Schiffen, andere nie mehr.<br \/>\nAuf dem heutigen Getn\u00f6, wohin gern Touristen aus den L\u00e4ndern kommen, die von den Wikingern verw\u00fcstet wurden, gibt es auf Wunsch der G\u00e4ste eine Wikingertradition mit Abenteuern, Wikingerkunde und Wettbewerben von der Art, wie sie sich unsere Vorv\u00e4ter in einem edlen Kampf aneigneten.<br \/>\nIn einem Grenzland zu wohnen, wie die Leute auf Getn\u00f6, konnte zeitweise sehr ungem\u00fctlich sein. Da sie auf einer Insel wohnten, blieben sie oft verschont. Aber um sich herum bekamen sie zu sehen, wie die f\u00fcr den neuen Glauben errichteten Kirchen abgebrannt wurden. H\u00f6fe, ja ganze D\u00f6rfer wurden von den D\u00e4nen niedergebrannt, welche nicht weit entfernt lebten. Die Leute auf Getn\u00f6 kamen jedoch ganz gut durch. Auf jeden Fall deutet nichts auf gr\u00f6\u00dfere Katastrophen hin.\n<h2>Schmuggel und Todesstrafe<\/h2>\nGetn\u00f6 hat ein langes Eigent\u00fcmerregister (siehe in diesem Heft). Aus diesem k\u00f6nnen wir einige Namen entnehmen, welche zur abwechslungsreichen Eigent\u00fcmergeschichte beigetragen haben.<br \/>\nDas erste Mal wurde Getn\u00f6 1320 schriftlich erw\u00e4hnt. Der Anlass war, dass dessen Eigent\u00fcmer, der Ritter Hakan L\u00e4ma, seinen Hof dem Bischof in V\u00e4xj\u00f6 \u00fcberlassen musste. Dies geschah durch ein Urteil im Allbo-H\u00e4rads Gerichtsrat. Dort starb der Ritter auch. Ihm wurde der Kopf abgeschlagen.<br \/>\nDas n\u00e4chste Mal, dass man etwas derart Drastisches \u00fcber Getn\u00f6 erz\u00e4hlen h\u00f6rte, war 1552, als der damalige Eigent\u00fcmer Mans Olsson gezwungen wurde, seine Insel und die H\u00f6fe Gustav Vasa zu \u00fcberlassen. Er wurde beschuldigt, betrogen und geschmuggelt zu haben. Daf\u00fcr wurde er zum Tode verurteilt.<br \/>\nDanach blieb Getn\u00f6 f\u00fcr 250 Jahre K\u00f6nigshof und Adelshof. Aber 1457 geh\u00f6rte Getn\u00f6 wieder einer Privatperson. Der Knappe Bengt Giseson schenkte damals seiner frischgebackenen Ehefrau Illiana Gudmundsdotter den Grundbesitz als Morgengabe.<br \/>\nNach einer Zeit als K\u00f6nigshof wurde Getn\u00f6 bis 1804 ein Herrenhof, welcher innerhalb des niederen Adels verliehen wurde. Damals wurde es von drei nichtadeligen Bauern gekauft.<br \/>\nDie Besitz-Zeitr\u00e4ume waren oft sehr kurz.<br \/>\nEs gab viel Unruhe in der Welt. Ein Hofbesitzer nach dem anderen fiel in K\u00e4mpfen w\u00e4hrend der vielen Unruhen. Getn\u00f6 wurde einer der Witwen-H\u00f6fe.\n<h2>Ein wilder Lebenslauf<\/h2>\n1639 war der Oberste Lindorm Ulfsax d. J. Eigent\u00fcmer auf Getn\u00f6. Ihm geh\u00f6rten 130 H\u00f6fe, aber alle, auch Getn\u00f6, verschleuderte er durch seinen wilden Lebenslauf mit Spielerei und Damen. Er musste Hof und Grundbesitz abgeben und wurde hingerichtet.<br \/>\nEin anderer beeindruckender Mann war Marcus Marcusson, der den Hof 1854 kaufte. Marcus Marcusson war ein Unternehmer von modernem Schnitt. Er fuhr nach London und kaufte eine Dampfmaschine, um ein S\u00e4gewerk auf Getn\u00f6 zu betreiben. Diese bef\u00f6rderte er mithilfe eines Dampfbootes \u00fcber Liverpool und Karlshamn. Das letzte St\u00fcck nach Getn\u00f6 ging es weiter mit einem Ochsenfuhrwerk. Der Transport dauerte 2 Monate. Leider sollte es sich zeigen, dass er seiner Zeit zu sehr voraus war. Die teure Investition\u00a0 wurde nicht der Erfolg, den Marcusson erhofft hatte. Eines Tages stand er vorm\u00a0 Konkurs.<br \/>\nIm Gegensatz zu seinen Ungl\u00fccksbr\u00fcdern in den Jahren 1320, 1552 und 1639 behielt er jedoch seinen Kopf.\n<h2>Zwei K\u00e4tnerschicksale<\/h2>\nWir sind nun in der heutigen Zeit angekommen und es gibt immer noch Menschen, die \u00fcber andere, die auf Getn\u00f6 lebten, erz\u00e4hlen k\u00f6nnen.<br \/>\nAuf \u201eStommaretorpet&#8220; wohnte im 19. Jh. ein Schuhmacher, Carl Jonasson, der eine zus\u00e4tzliche Sonntagsarbeit zu seinem \u00fcbrigen Tagwerk auf dem Hofe hatte. Er stellte zwei Paar Holzschuhe her und ruderte mit dem Boot zur Kirche in Urshult. 1895 \u00fcbernahm der Sohn Joel die Kate. 1905 wanderte dieser nach Amerika aus. Seine Frau und die Kinder folgten ihm f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter.<br \/>\nAuf \u201eLunnatorpet&#8220; lebte eine gro\u00dfe K\u00e4tnerfamilie. Karl Johannsson und seine Frau hatten sechs Kinder in der kleinen H\u00fctte. Die Frau des K\u00e4tners musste um Essen f\u00fcr ihre Kleinen betteln. Einmal, als sie den Getn\u00f6-Bauern um Brot bat, sagte dieser \u201eNein&#8220; und sie musste ohne Essen f\u00fcr die Kinder wieder nach Hause. Als die B\u00e4uerin des Hofes dies zu h\u00f6ren bekam, schickte sie ihre Magd Lena mit einem kr\u00e4ftigen Brot.<br \/>\nDie K\u00e4tnerfrau Agda war bekannt f\u00fcr ihre St\u00e4rke. Sie war \u201eb\u00e4renstark&#8220;, sagte man. Sie konnte selbst ein geschlachtetes Kalb zu Alshults Landhandel tragen. F\u00fcr das Geld, das sie f\u00fcr das verkaufte Kalb bekam, kaufte sie Lebensmittel und bei der Gelegenheit auch eine Egge, die sie allein den 7 km langen Weg nach Hause trug.\n<h2>Zeit des Wolfes<\/h2>\nAus dieser Zeit gibt Erz\u00e4hlungen dar\u00fcber, wie der Wolf einen gef\u00e4hrlichen Einfluss auf den Alltag der Getn\u00f6bewohner nahm. Die Kirchenb\u00fccher in Smaland berichten \u00fcber viele, die von W\u00f6lfen get\u00f6tet wurden.<br \/>\nAn einem Wintertag waren Getn\u00f6s Bauer und sein junger Knecht Anders mit dem Pferd unterwegs, um Wasser f\u00fcr das Vieh zu schleppen. Der Asnen war zugefroren. Pl\u00f6tzlich sahen sie ein Wolfsrudel, welches ihnen entgegengesprungen kam. Das Pferd scheute, st\u00fcrmte nach Hause in den Stall mit der leeren Wasserschleppe hinter sich.Als das die Bauersfrau sah, geriet sie au\u00dfer sich und bat den Altenteils-Greis Petter, dass er das Gewehr nehmen und nachsehen solle, was auf dem See passiert war. Der Alte lud das Gewehr und begab sich auf den Weg. Aber sah nicht eine Spur vom Bauern oder Anders, nur Blutstropfen um das Eisloch herum. Er begann alle Gebete zu sprechen, die er kannte und klagte laut. Da h\u00f6rte er den Bauern rufen: \u201eWir leben!&#8220; \u201eWir haben uns unter dem leeren Wasserk\u00fcbel versteckt, als die W\u00f6lfe kamen&#8220; erz\u00e4hlte er. \u201eEiner von ihnen steckte seine Pfoten unter den Bottich. Da konnten wir sie abhacken. Als die anderen W\u00f6lfe den Blutgeruch wahrnahmen, st\u00fcrzten sie sich \u00fcber den verletzten Wolf und zerrissen ihn. Nachdem sie sich sattgegessen hatten, gaben sie auf und verga\u00dfen uns . Danke Gott daf\u00fcr!&#8220;\n<h2>F\u00fcnf wurden zwei und einer<\/h2>\nGetn\u00f6 bestand lange aus mehreren H\u00f6fen, Getn\u00f6 selbst, welches aus drei H\u00f6fen bestand, und Vrigstad, welcher auf einer Halbinsel lag und aus zwei H\u00f6fen bestand. Nach der Reform 1813 bekam das zusammengelegte Getn\u00f6 und das zusammengelegte Vrigstad jeweils seinen Eigent\u00fcmer. Auf Getn\u00f6 war es August Marcusson und auf Vrigstad sein Bruder Erik.<br \/>\nUm die Jahrhundertwende herrschte noch immer die alte Zeit. Die H\u00f6fe lagen isoliert und die Modernisierung ging nur langsam voran. Aberglaube und alte Br\u00e4uche blieben hartn\u00e4ckig erhalten. Noch lange im 20. Jh. baute man Lein an, webte und spann Wolle. Das Getreide wurde mit dem Boot zur Horjeboda-M\u00fchle gebracht und das Mehl auf dem selben Weg zur\u00fcck. Vrigstad war zur H\u00e4lfte Eigent\u00fcmer der Horjeboda M\u00fchle. Fr\u00fcher hat man mit der Hand gemahlen. Eine solche Handm\u00fchle ist heute im Hof-Museum zu sehen. Windm\u00fchlen gibt es nicht mehr auf der Insel, obwohl es solche schon im 14. Jh. gegeben hat.<br \/>\nIm Winter war alles leichter zu transportieren, weil man auf dem Eis fahren konnte. 1870 wurde die Eisenbahnlinie zwischen Karlshamn und Vislanda fertiggestellt. Das bedeutete einen gro\u00dfen Aufstieg f\u00fcr alle Orte. Ochsen wurden nach und nach durch Pferde und moderne Ger\u00e4tschaften ersetzt, so dass Waren leicht zur und von der Eisenbahnstation transportiert werden konnten.<br \/>\nVrigstad war \u00fcbrigens der letzte Hof der Gegend, der noch seine Ochsen hatte. Bis gegen 1920 konnte man sie arbeiten sehen.\n<h2>Es spukt<\/h2>\n<p>Auf Vrigstad fand ein Generationswechsel statt und Erics Kinder \u00fcbernahmen den Hof. Einige von ihnen verlie\u00dfen den Ort. Eine von ihnen war Amanda, welche nach Amerika reiste. Andere lie\u00dfen sich auszahlen und kauften eigene H\u00f6fe. Auf Vrigstad blieb der j\u00fcngste Sohn Olof \u00fcbrig, welcher den Familienhof mit der Hilfe seiner zu Hause gebliebenen Schwester betrieb. Nach und nach zahlte er einen nach dem anderen aus. Das tat er mit dem Geld, welches er f\u00fcr den Fisch bekam, den er im Asnen fing. Das letzte Familienmitgleid zahlte er mit 65000 Kronen im Jahr 1950 aus, wes zu dieser Zeit eine bedeutende Summe war. Seine Schwester Anna gewann 100000 Kronen in der Lotterie. Das Geld verwendet sie, um ein eigenes Haus zu bauen. Heute hei\u00dft es Farmor-Haus. Dorthin wollten sie und ihre Geschwister ziehen, als Olof heiratete. Da sah Olof pl\u00f6tzlich ein, dass er seinen guten und billigen Arbeitskr\u00e4fte durch die Heirat verlieren w\u00fcrde. Er bereute die Heirat &#8211; und nahm den Aberglauben zu Hilfe. \u201eEs spukt dort&#8220; sagte er zu Anna. Aber keiner glaubte ihm. Sie lachten nur und machten sich zur ersten Nacht im neuen Heim bereit. Am n\u00e4chsten Morgen um sechs Uhr standen s\u00e4mtliche Geschwister auf Vrigstad und baten um Einlass. Sie wollten nicht in dem neuen Haus wohnen. Olof hatte Recht. Es spukte dort. Man sagt, Olof lachte sich ins F\u00e4ustchen, aber er selbst hat niemals zugegeben, etwas mit der Spukerei zu tun gehabt zu haben. Annas Haus stand 23 Jahre leer, bis man es 1969 an den Kantor Ingemar Tysk verkaufte.<\/p>\n<h2>Der Verkauf von Getn\u00f6<\/h2>\nAugust Marcussons sechs Kinder konnten sich nicht einigen, wer das Elternhaus \u00fcbernehmen und die anderen auszahlen sollte. So wurde Getn\u00f6 1938 an einen deutschst\u00e4mmigen Gummiplantagenbesitzer, Sven Hallen Schwartz, verkauft. Dieser zog mit seiner d\u00e4nischen \u201eKomtessa&#8220; Leila dorthin. Der neue Eigent\u00fcmer restaurierte die Geb\u00e4ude und errichte eine Verwalterwohnung. Es wurde ein modernes Wind-Elektrizit\u00e4tswerk gebaut. Sie waren ein beliebtes und gro\u00dfz\u00fcgiges Paar und wohnten einige Jahre auf Getn\u00f6.<br \/>\n1944 kaufte der Konsul Inge Erich das Grundst\u00fcck. Er wollte es als Sommeraufenthalt nutzen. Die meiste Zeit des Jahres wohnte sein Sohn dort. W\u00e4hrend dieser Zeit wurde der Strom vom Festland und Telefon eingef\u00fchrt.\n<h2>Neue Zeiten<\/h2>\nNun ist seit 1967 Lennart Olsson Eigent\u00fcmer von Getn\u00f6. 1971 kaufte er Vrigstad von Olof und Anna Marcusson und beide H\u00f6fe wurden zu einem Besitz zusammengelegt. Nun begann eine neue Epoche in Getn\u00f6s Geschichte. Land- und Waldwirtschaft wurden mit gro\u00dfen Investitionen intensiviert. F\u00fcnf Kilometer neue Wege und Holzbr\u00fccken wurden\u00a0 gebaut. Die gesamte alte Stra\u00dfe zwischen Alshult und Getn\u00f6 wurde vom neuen Eigent\u00fcmer saniert und alle H\u00e4user modernisiert.<br \/>\nEs gab vier Pferde, zwei Traktoren, 100 Schafe, Schweine, H\u00fchner, eine Charolais-Kuh aus den 60er Jahren und K\u00e4lber. Alles wurde gepflegt unter der Aufsicht des Verwalters. Gunnar Svensson hie\u00df er und war ein sehr t\u00fcchtiger Mann.<br \/>\nTrotz des gro\u00dfen Einsatzes des Verwalterpaares Gunnar und Doris wurde es mit den Jahren immer schwerer, die Landwirtschaft rentabel zu halten.<br \/>\nLennart Olsson begann damals, sich nach anderen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr seinen sch\u00f6n gelegenen Hof umzusehen &#8211; und blieb beim Tourismus h\u00e4ngen.<br \/>\nGetn\u00f6 hatte alle Voraussetzungen daf\u00fcr, ein Paradies f\u00fcr Naturliebhaber und Sportfischer zu werden. Die Scheune wurde zu Rezeption, Kiosk, Caf\u00e9, Restaurant, Konferenzlokal und Pub umgebaut.<br \/>\nAlle H\u00e4user wurden in Mieth\u00e4user umgewandelt. Das kleinste f\u00fcr zwei Personen, das gr\u00f6\u00dfte f\u00fcr 20 Personen. Ein interessantes Hof-Museum wurde angelegt und alle vorgeschichtlichen St\u00e4tten bekamen Schilder. Auf dem 4-sternigen Campingplatz kann man 120 Wohnwagen unterbringen. In der Kanu-Station Alshult liegen Kanus und warten auf abenteuerlustige Touristen. Auf Getn\u00f6 kann man sowohl Motorboote als auch Kanus ausleihen.<br \/>\nEin System mit Touristenschecks, welche einen Service f\u00fcr \u00fcbernachtende Kanuten enthalten, wurde 1990 eingef\u00fchrt. Dieses System schlug ein und verbreitete sich \u00fcber ganz Schweden. Dadurch bringt der Kanu-Tourismus Einkommen und andere Vorteile f\u00fcr die Grundbesitzer um den See herum.<br \/>\nDer Asnen mit seinem fischreichen Gew\u00e4sser hat gro\u00dfe Anziehungskraft. Getn\u00f6 geh\u00f6rt u. a. zu den Top-10-Fishing. Lennart Olsson wurde 1999 zum Sportfischerei-Unternehmer des Jahres in Schweden ausgezeichnet. Hinter der Ernennung standen das Fischereiwerk, Touristdelegationen und der Tourist-Rat.\n<h2>Eine Oase<\/h2>\nF\u00fcr eine gewisse Zeit will man, da viele Menschen heute gestresst sind, den G\u00e4sten auf Getn\u00f6 eine M\u00f6glichkeit geben, abzuschalten. Das geschieht auf verschiedene Art und Weise. F\u00fcr diejenigen, die die pure Natur und das reine Leben im Freien genie\u00dfen m\u00f6chten, ist die Auswahl gro\u00df. Getn\u00f6 hat ein variationsreiches Vogel- und Tierleben, eine einzigartige Fauna, welche durch Bildung von Naturschutzgebieten und Vogeschutzreservaten gesch\u00fctzt wird. Das ganze Jahr hindurch werden ma\u00dfgeschneiderte Aktivit\u00e4ten und Abenteuer f\u00fcr Konferenzen und Betriebsfeste arrangiert.<br \/>\nKick-Off wurde eine neue Form des Umgangs am Arbeitsplatz, Institutionen, Schulen und in Vereinigungen. Nat\u00fcrlich stehen die Natur, Geschichte und nicht zuletzt die Wikinger im Zentrum solcher Arrangements.<br \/>\nSeit 1995 ist es die Tochter des Hauses, Ingrid, die den Tourist-Betrieb auf Getn\u00f6 betreibt und immer mehr G\u00e4ste von weither aufnimmt.\n\t<h2>Aktuelles &amp; Angebote<\/h2>\n<p>Wir informieren Euch \u00fcber News und aktuelle Angebote von Getn\u00f6 &#8211; Lake \u00c5snen Resort.<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Getn\u00f6- ein Touristenparadies mit Wurzeln bis in die Vorgeschichte Getn\u00f6 hat eine abwechslungsreiche und fantastische Geschichte, unsere Wurzeln erstrecken sich bis tief in die Vorgeschichte. Als das Inlandeis schmolz, mahlte das freigewordene Wasser Felsen und Steine zu Kies und Sand. Aus dieser Zeit blieb Gen\u00f6s \u00e4ltestes Denkmal zur\u00fcck. Dies ist der 4 km lange Kiesbergr\u00fccken, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":266,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"class_list":["post-549","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.getnogard.se\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/549","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.getnogard.se\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.getnogard.se\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.getnogard.se\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.getnogard.se\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=549"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.getnogard.se\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/549\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3727,"href":"https:\/\/www.getnogard.se\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/549\/revisions\/3727"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.getnogard.se\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/266"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.getnogard.se\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=549"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}